RHEINHAFEN KREFELD
 
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  Hafenbetrieb
 
     
 

Direkt an der Einfahrt zum Rheinhafen Krefeld liegt an der Spitze des Hafenkopfes das Gebäude der Hafenmeister.

Zusätzlich zum Betrieb der eigenen Krananlagen und der Containerbrücken im Terminal werden hier auch alle statistischen Daten des gesamten Umschlages im Hafenbereich erfasst.

Neben der Betreuung der Binnenschiffer zählt die Sicher-
stellung des Schiffsverkehrs im Hafen (Peilungen der Wassertiefen und bei Bedarf Baggerarbeiten) zu den Aufgaben der Hafenabteilung. In Zusammenarbeit mit
dem Immobilienmanagement und der technischen Abteilung
wird die Sicherheit der Uferbereiche und Hafenanlagen überwacht und die Funktionalität sichergestellt.

Für alle Hafennutzer im südlichen Bereich muss abhängig von Wasserstand und Schiffshöhe die historische Drehbrücke geöffnet werden. Dazu wird die Hafenstraße gesperrt und in knapp fünf Minuten die Brücke elektrohydraulisch angehoben und um 90 Grad gedreht. Selbst bei Stromausfall kann die Brücke im Handbetrieb geöffnet werden, dann werden aber über 30 Minuten für den Vorgang benötigt. Die Brücke wird dem steigenden Verkehr von und zum Hafen auf mittlere Sicht nicht mehr gerecht.

Neben den Containerbrücken stehen zwei hafeneigene Krananlagen zum Massengutumschlag zur Verfügung.

Der Uerdinger Kran dient neben dem hafeneigenen
Umschlag auch als Reserve für den Chempark und ist mit unterschiedlichen Lastaufnahmesystemen bis zu 12 Tonnen Hebeleistung ausrüstbar.

Bei Realisation des Projektes "Rheinblick" wird der Kran an seiner jetzigen Position aus der Nutzung genommen. Am Hafenkopf steht mit dem Kran Nr.5 ein weiteres Um-
schlagmittel zur Verfügung, das bis zu 5 Tonnen heben
kann. Die Position bietet sich vor allem zum Umschlag von Bigpacks und Stückgut an.

Weitere mobile Hebezeuge zum Umschlag von festem Massengut stehen bei Unternehmen im Hafen zur Verfügung.

Pumpanlagen für Flüssiggüter und Saugvorrichtungen für Getreide werden zwar vom Hafen nicht selbst vorgehalten, sind aber bei verschiedenen Firmen im Hafengebiet installiert.

Schwergut und Projektladungen können an mehreren Punkten im Krefelder Hafen umgeschlagen werden. Am
Wendebecken betreibt die Firma Klösters den "Big Rocky", einen Schwergutkran, der bis zu 200 Tonnen heben kann.

Bis zu 450 Tonnen schwere Ladungen wurden bereits in Krefeld umgeschlagen. Dazu können am Wendebecken oder Hafenkopf verschiedenen Kombinationen von mobilen Schwergutkränen eingesetzt werden.

Je nach Art der Ladung können Schwimmkrane und/oder Autokrane kombiniert werden.

Die Möglichkeiten für den Bau einer Schwergutrampe in den Rhein befinden sich momentan in der Machbarkeitsprüfung. Krefeld ist zwar nicht Station der fahrplanmäßigen Personenschifffahrt auf dem Rhein, Möglichkeiten für das Anlegen von Hotel- und Fahrgastschiffen bestehen aber über den Uerdinger Anleger.

Massengut wird nur in geringem Umfang durch den Rheinhafen selbst umgeschlagen. Dies liegt einerseits an der Kranausstattung, andererseits an derzeit nutzbaren Flächen im Hafengebiet.

Die Uerdinger Werft wird als Umschlagsfläche ausfallen, sobald das Projekt "Rheinblick" in Realisierung geht. Ziel dieses Projektes ist ein Heranrücken der Stadt an den Rhein unter Einbeziehung der alten Lager- und Produktionsbereiche südlich des ChemParks.

Alternativen bieten sich im südlichen Hafengebiet. Die Südwerft war ehemals die Umschlagstelle des Krefelder Stahlwerks und könnte mit vertretbarem Aufwand wieder für den Umschlag von festen Massengütern (Baustoffe, Mineralien etc.) genutzt werden.

Mit Fertigstellung der neuen Hafenringstraße kommen zusätzlich Flächen am Wendebecken als Umschlagstellen in Frage.

 

 
     
 
     
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