Seit
Bau des modernen Hafens in Krefeld ist die Hafenbahn
integraler Bestandteil des Betriebes. Seit 1905 fährt
die
hafeneigenene Bahn im Bereich des Hafens, seit 1913
auch im Stadtgebiet. Das Eisenbahnverkehrsunternehmen
(EVU) führt nicht nur die Rangier- und Zustelltätigkeiten
für
Hafenanlieger durch, sondern bedient auch Unternehmen
im Stadtgebiet Krefelds und fährt auf dem Netz
der DB im regionalen Bereich. Mit über 50 Kilometern
eigener Gleise erschließt der Rheinhafen sowohl
das eigentliche Hafen-
gebiet, als auch in Verbindung mit dem DB-Netz die
industriellen Standorte im Stadtgebiet.
Die hafeneigenen Trassen werden durch das Eisenbahn-
infrastrukturunternehmen (EIU) bewirtschaftet und
stehen auch Dritten diskriminierungsfrei zur Verfügung.
Zum Betrieb stehen der Krefelder Hafenbahn vier Lokomo-
tiven verschiedener Leistungsklassen zur Verfügung.
Diesellok MAK G 1206 (Hersteller: VSFT) D IV
Mit 2.500 Tonnen Traktion, 1.500 kW Leistung und
80 km/h Geschwindigkeit ist diese Lokomotive das "Flaggschiff"
der Hafenbahn und auch außerhalb des Hafengebietes
im Einsatz.
Die Streckenverkehre für Kunden im Hafen- und Stadtgebiet werden mit dieser leistungsstarken Lokomotive abgewickelt. Für reine Rangiertätigkeiten und Zustellverkehre auf kürzeren Strecken stehen zwei baugleiche Lokomotiven zur Verfügung.
Diesellok MAK 763C (Hersteller: VSFT) D I+II
Mit 1.500 Tonnen Traktion, 590 kW Leistung und 35
km/h Geschwindigkeit werden diese Loks im Hafengebiet
eingesetzt.
Diesellok Jung C40 (Hersteller: Jung) D VI
Die dienstälteste Diesellokomotive ist Baujahr
1964, wird aber immer noch für Rangiertätigkeiten
im Hafen genutzt. Zusätzlich steht sie auch als
Ausweichlok für die Museumsbahn "Schluff"
zur Verfügung.
Seit 2010 hat der Rheinhafen den Betrieb der historischen
Dampflokomotive und den Museumszug übernommen.
Bisher wird in den Sommermonaten regelmäßig
die Strecke von St. Tönis zum Hülser Berg
befahren. Eine Ausweitung der möglichen Routen
ist in Vorbereitung. Neben den fahr-
planmäßigen Fahrten im Sommer, kann der
Zug auch für private Zwecke angemietet werden.
Die Wartung und Instandhaltung des rollenden Materials
wird durch eine eigene Werkstatt sichergestellt, die
auch Gerät fremder EVU betreuen kann. Somit ist
jederzeit die Verfügbarkeit und schnelle Instandsetzung
der Trak-
tionsmittel sichergestellt. Neben der ortsfesten Werk-
statt mit allen technischen Möglichkeiten, stehen
auch zwei
Werk-stattwagen zur Verfügung, die kleinere Reparaturen
am rollenden und liegenden Material vor Ort durchführen
können. Dieser Service kann auch von Anliegern
und
anderen Eisenbahnen in Anspruch genommen werden.
Die Zufahrt zum Hafengebiet wird über das Stellwerk
an
der Carl-Sonnenschein Straße gesteuert, wo sich
auch die
Gebäude der Hafenbahn und der Werkstatt befinden.
Direkt angrenzend liegt der hafeneigenen Rangierbahnhof
mit Anbindung an die DB-Kursbuchstrecke Köln-Duisburg.
Die Nutzung zum Zusammenstellen und Rangieren von Zügen für die Hafenanlieger und im regionalen Verkehr lastet die Kapazitäten dieser Fläche nur zum Teil aus. Deshalb ist eine Ausweitung der Aktivitäten auf dem Areal in Planung. Möglich wäre nach Anfrage beim Eisenbahnbundesamt die Einrichtung eines Terminals für den Kombinierten Verkehr (Schiene-Straße). Grundsätzlich wäre ein solches Vorhaben förderfähig, die Details zu Umfang und Verkehrsanbindung werden mometan überprüft.
Kombinierter Verkehr findet in Krefeld bereits statt.
Jeden
Tag wird durch die Hafenbahn ein Zug mit LKW-Trailern
aus Malmö (Schweden) zum Krefelder Container-Terminal
gefahren und so bis zu 65.000 LKW Kilometer täglich
eingespart. Der Bedarf für diese intelligenten
Logistik-
leistungen ist deutlich höher, als mit den derzeitigen
Anlagen in Krefeld abgewickelt werden.
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